{"id":825,"date":"2019-05-09T08:45:32","date_gmt":"2019-05-09T06:45:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wcl.de\/?p=825"},"modified":"2024-03-27T10:54:14","modified_gmt":"2024-03-27T09:54:14","slug":"checkliste-vorbereitung-auf-den-unternehmensverkauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/checkliste-vorbereitung-auf-den-unternehmensverkauf\/","title":{"rendered":"Checkliste: Vorbereitung auf den Unternehmensverkauf"},"content":{"rendered":"<p>Was Sie zuvor bedenken, zusammenstellen und ermitteln sollten<\/p>\n<p><strong>Niemand macht sich die Entscheidung zu einem Unternehmensverkauf einfach. Doch ist sie getroffen, ist gute Vorbereitung das A und O f\u00fcr einen effizienten Verkaufsprozess in einem m\u00f6glichst planbaren Zeitrahmen \u2013 und auch f\u00fcr den letztlichen Verkaufserfolg. Dabei gibt es vier entscheidende Punkte, die helfen, den Vorbereitungsaufwand einzusch\u00e4tzen und sinnvoll zu strukturieren.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>1. Vorab Wesentliches reflektieren<\/strong><\/p>\n<p>Auch, wenn die Entscheidung f\u00fcr den Unternehmensverkauf bereits getroffen ist, gibt es noch einiges, das Sie als Inhaber gut reflektieren sollten.<\/p>\n<p><strong>Klarheit schaffen<\/strong><\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt auch, Klarheit \u00fcber die eigenen Zukunft nach dem Verkauf zu schaffen. Denn mit Ihrem Unternehmen lassen Sie auch Ihr gewohntes Leben los. Fragen Sie sich auch, ob Sie einem langwierigen Verkaufsprozess gewachsen sind, der mit z\u00e4hen Gespr\u00e4chen und harten Verhandlungen einhergehen kann. Der Verkaufsprozess kann schlie\u00dflich bis zu 18 Monaten dauern \u2013 h\u00e4lt auch Ihr Unternehmen das aus?<\/p>\n<p><strong>Kommunikation mit Mitarbeitern<\/strong><\/p>\n<p>Wesentlich ist auch die sorgf\u00e4ltige \u00dcberlegung, wie Sie mit Ihrem Schl\u00fcsselpersonal \u00fcber den geplanten Unternehmensverkauf kommunizieren. Welche Gr\u00fcnde wollen und welche m\u00fcssen Sie offenlegen? Wen k\u00f6nnen und wen m\u00fcssen und Sie schon in die Vorbereitungen mit einbeziehen? Bedenken Sie, dass Sie f\u00fcr die Zusammenstellung aller n\u00f6tigen Zahlen und Fakten auf die Mithilfe einiger Mitarbeiter angewiesen sein werden. Und gerade wichtige F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten Sie auch w\u00e4hrend des Verkaufsprozesses weiter an Sie und Ihr Unternehmen binden.<\/p>\n<p><strong>2. Zahlen und Fakten zusammenstellen<\/strong><\/p>\n<p>Kernzahlen zum Unternehmen, Informationen zu Kunden und laufenden Vertr\u00e4gen, Angaben zu Ihren Mitarbeitern: All diese Informationen gilt es bereits vor dem ersten Kontakt mit potenziellen K\u00e4ufern zusammenzustellen. Denn vieles davon werden Sie f\u00fcr erste Ansprachen und ein ausf\u00fchrlicheres Expos\u00e9 brauchen. Zum anderen sind die Kennwerte f\u00fcr die Ermittlung eines realistischen Verkaufspreises unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p><strong>Informationen zum Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>Die Ergebniszahlen der letzten f\u00fcnf Jahre bis zum aktuellen Zeitpunkt m\u00fcssen transparent vorliegen. Ebenso die operative Zahlen, wie zum Beispiel Mengen, Trade-Lanes, Produktsplit und Export- Importanteile. Bereits jetzt sollten Sie auch alle Gr\u00fcndungsdokumente sowie Kauf- oder Pachtvertr\u00e4ge f\u00fcr Grundst\u00fccke, Geb\u00e4ude und andere unbewegliche G\u00fcter zusammenstellen. Ebenfalls wichtig: Das Erstellen einer kompletten Kundenliste \u2013 auch alle noch laufenden Auftr\u00e4ge m\u00fcssen gesammelt werden. Die Auftrags\u00fcbersicht wird von jedem Kaufinteressenten f\u00fcr die Due Diligence, die wirtschaftliche, steuerliche und rechtliche \u00dcberpr\u00fcfung Ihres Unternehmens ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p><strong>Angaben \u00fcber das Personal<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich spielen auch Ihre Mitarbeiter beim Unternehmensverkauf eine zentrale Rolle. Zun\u00e4chst sollten Sie ein aktuelles Organigramm Ihrer Belegschaft anfertigen: Wer arbeitet in welcher Position und mit welchen Kernaufgaben in welcher Abteilung. Im n\u00e4chsten Schritt ben\u00f6tigen Sie genaue Angaben zu Ihren Mitarbeitern: Ausbildung, Qualifikation \u2013 und auch Expertisen und Eignung f\u00fcr Management-Aufgaben. Wesentlich sind hier \u00fcber aktuelle Geh\u00e4lter hinaus auch weitere Inhalte der Arbeitsvertr\u00e4ge wie Gratifikationsmodelle, Betriebsfahrzeuge und Zusagen \u00fcber betriebliche Renten.<\/p>\n<p><strong>3. Den Kaufpreis ermitteln<\/strong><\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich ist das schwierig, doch bei der Ermittlung des zu erzielenden Verkaufspreises sollten Sie m\u00f6glichst emotionslos vorgehen: Hier z\u00e4hlen allein belegbare Fakten, um einen realistischen Wert zu erhalten.<\/p>\n<p><strong>Kritisch hinterfragen<\/strong><\/p>\n<p>Die Ertragsst\u00e4rke und Position Ihres Unternehmen sollten Sie kritisch mit dem Markt und Branchenmitbewerbern abgleichen. Ebenfalls sollte nicht nur die Zahl, sondern auch Zustand und Wert der vorhandenen Betriebs- und Gesch\u00e4ftsausstattung, Technik, Anlagen, Fahrzeuge und weiterer wesentlicher G\u00fcter genau betrachtet werden. Zur Bewertung des Auftragsvolumens sind neben Art und Umfang auch Werthaltigkeit und Bonit\u00e4tsgarantie bei laufenden Auftr\u00e4gen und der Grad der Kundenbindung mit einzubeziehen. \u00dcberlegen Sie auch: Welches Gesch\u00e4ft k\u00f6nnte durch einen Unternehmensverkauf bedroht sein?<\/p>\n<p><strong>Verbindlichkeiten ber\u00fccksichtigen<\/strong><\/p>\n<p>Auf der anderen Seite sind auch die Verbindlichkeiten aller Art unerl\u00e4sslich f\u00fcr die Berechnung des Unternehmenswertes: Steuerverpflichtungen sowie Zahlungsverpflichtungen gegen\u00fcber Lieferanten sowie Banken unter Einschluss aller Bankvertr\u00e4ge wie Kreditvertr\u00e4ge \u2013 und inklusive eventueller Kreditlinien, monatlichen Zinsbelastungen und Ber\u00fccksichtigung etwaiger B\u00fcrgschaften oder F\u00f6rdermittel, die zur\u00fcckzuzahlen sind.<\/p>\n<p><strong> 4. \u00dcberlegungen zu K\u00e4ufern und Vereinbarungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Potenzielle K\u00e4ufer anvisieren<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Sie sich vorstellen, durch den Unternehmensverkauf Ihr Lebenswerk und auch die Verantwortung f\u00fcr Ihre Mitarbeiter aus der Hand zu geben \u2013 welche Art von K\u00e4ufer erscheint Ihnen dann richtig? Was sind relevante Ausschlusskriterien? Bedenken Sie hier auch Ihren Kundenstamm, die Beziehung zu Auftragnehmern und Partnern sowie den Markt. Welche K\u00e4ufer- oder Investorengruppen passen dazu und welche nicht?<\/p>\n<p><strong>Vereinbarungen planen<\/strong><\/p>\n<p>Schon f\u00fcr erste Interessentengespr\u00e4che bedarf es eindeutiger Vereinbarungen und Erkl\u00e4rungen: Gerade eine Vertraulichkeitserkl\u00e4rung oder auch Verschwiegenheitsvereinbarung, das so genannte Non-Disclosure-Agreement (NDA), sind von \u00e4u\u00dferster Wichtigkeit. Was sollte diese beinhalten, welche Betriebsinformationen m\u00fcssen darunter fallen? Es macht Sinn, auch schon zu diesem Zeitpunkt genau zu \u00fcberlegen, ob es Informationen gibt, die erst bei Vertragsunterzeichnung an einen K\u00e4ufer \u00fcbergeben werden k\u00f6nnen: Dazu z\u00e4hlen Betriebsgeheimnisse wie zum Beispiel Funktionsweise und Technik bestimmter Innovationen.<\/p>\n<p><strong>Unterst\u00fctzung beim Unternehmensverkauf<\/strong><\/p>\n<p>Sicher kann diese Checkliste nicht alle Fragen rund um die Planung eines Unternehmensverkaufs kl\u00e4ren. Ich beantworte Sie Ihnen gerne pers\u00f6nlich und stehe Ihnen auch f\u00fcr eine unverbindliche Beratung zur Verf\u00fcgung &#8211; kontaktieren Sie mich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was Sie zuvor bedenken, zusammenstellen und ermitteln sollten<\/p>\n<p>Niemand macht sich die Entscheidung zu einem Unternehmensverkauf einfach. Doch ist sie getroffen, ist gute Vorbereitung das A und O f\u00fcr einen effizienten Verkaufsprozess in einem m\u00f6glichst planbaren Zeitrahmen \u2013 und auch f\u00fcr den letztlichen Verkaufserfolg.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2237,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-825","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ma"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=825"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/825\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2067,"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/825\/revisions\/2067"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2237"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wcl.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}